Karl-May-Haus Information Nr. 34

Am 23. Februar 2019 erscheint das Heft 34 (96 Seiten, 27 Abb., 35 Faksimile) der „Karl-May-Haus Information“ für den Stückpreis von € 5,50.

Auszug aus dem Editorial des Heftes:
„Fast von selbst haben sich die Beiträge des aktuellen Heftes der ,Karl-May-Haus Informationʻ zusammengefunden und bilden nun zwei runde Themenkreise. Zum einen startet mit dieser Nummer eine neue Artikelreihe […]. Mit Florian Schleburg („Mein lieber, lieber Prediger der Menschheitsseele!“), Martin Schulz (Sie nennen das niederträchtig und sagen, ich solle doch raufen) und Hartmut Schmidt (In solchen Sumpf steige ich nicht!) haben bereits drei Autoren „Die Correspondenzen des Dr. May“ gelesen und erzählen uns kleine Geschichten rund um den Schriftsteller und Menschen Karl May. Für die nächste Nummer liegen schon weitere Schreiben im Postfach bereit.
Den zweiten Komplex bilden mehrere Beiträge zu unserem Schwerpunktthema „Glaubens- und Gewissensfragen“. Dabei geht es einerseits um Mays Religion und die Personen, die Einfluss auf diese nahmen. Andererseits warfen aber später auch Archivbestände einige Gewissenfragen auf. Als erstes beschäftigt sich Hans-Dieter Steinmetz in „Das Gerücht ging damals …“ mit der Person Pastor Laubes, der als Zeuge zwischen May und Lebius sich vor Gericht und unter Eid für die Lebius’sche Variante der ,Wahrheitʻ entschied. Wie es dazu kam und die Zeugenaussage im Volltext lesen Sie ab Seite 16.
Dann porträtiert Uwe Lehmann (ab Seite 30) die verschiedenen Seelsorger Karl Mays in dessen erster Lebenshälfte, wobei die Haftzeiten einen gewissen Raum einnehmen, darunter auch bislang unbekannte Männer, die seine Konfession durchaus mit geprägt haben. Hier wird deutlich, dass May den Unterschieden evangelisch-lutherischen und katholischen Bekenntnisses weniger Bedeutung beimaß als manche seiner und unserer Zeitgenossen. Schließlich unterstreicht „Das erste Gebet meiner Kindheit“, untersucht von Peter Hofmann (ab Seite 47), den Befund: May kann man zeit seines Lebens als überkonfessionell bezeichnen. Werkauszüge von Kolportage bis Spätwerk illustrieren den Stellenwert dieses Motivs für den Autor.
Den Beitrag „… lebhafteste Anteilnahme am Karl-May-Problem“ widmet Hans-Dieter Steinmetz (ab Seite 63) mit Woldemar Lippert dem sächsischen Archivbeamten, der – konfrontiert mit Vernichtungsbegehren Klara Mays bezüglich der Strafakten ihres Mannes, die ihrer Meinung nach und unterstützt von Erich Wulffen für die „litterarhistorische Forschung überhaupt keine Rolle“ spielten – für seine Position, die auch unsere heutige ist – Erhalt der Akten für die Nachwelt – kämpft und doch verliert. Sein Teil der dennoch fortgesetzten Korrespondenz mit der Witwe spricht für ihn und liefert schöne Einblicke in das für May-Forscher wichtige Kapitel sächsischer Archivgeschichte.
Jens Pompe kommt nun (ab Seite 82) wieder zufällig auf das „erste Gebet“ oder zumindest den Titel der Erzählung zu sprechen, wenn er in der Chemnitzer Zeitschrift „Der Strom“, die tatsächlich Elektrizität bewarb, einen May-Text und, in Kooperation mit dem Karl-May-Verlag, Engagement für Karl Mays Person und Werk nachweist.“

Karl-May-Haus Information Nr. 33

Am 24. Februar 2018 erschien das Heft 33 (80 Seiten, 53 Abb., 45 Faksimile) der „Karl-May-Haus Information“ für den Stückpreis von € 5,50.

Auszug aus dem Editorial des Heftes:

„Den umfangreichsten Beitrag zum aktuellen Heft liefert wieder einmal Hans-Dieter Steinmetz, dem nichts weniger als die Lokalisierung einer neuen Karl-May-Stätte gelungen ist (‚Der geheimnisvolle Oberförster‘). Außerdem ergänzt er die Pollmer’sche Familiengeschichte, zeigt Karl May als begeisterten Leser eines englisch-deutschen Kulturphilosophen (Chamberlain) und dokumentiert eine weitere ‚Merhameh‘-Veröffentlichung.
Hartmut Wörner stellt uns mit dem Mainzer Oberbürgermeister Karl Emil Göttelmann wiederum einen enthusiastischen Karl-May-Leser vor, vom dem sogar handschriftliche Aufzeichnungen einer Amerikafahrt überliefert sind. Auch Oskar Neumann, dessen Bericht Jenny Florstedt ausgegraben hat, war ein engagierter Anhänger des Autors. Der Beitrag von Jürgen Seul zeigt, dass gleichzeitig Rudolf Lebius lange nach Mays Tod nicht Ruhe gegeben und mehrere Blätter mit verbotenen Texten gefüllt hat.
Zu bestimmten Zeiten hingen teilweise Freund und Feind einem Gedankengut an, das mit Toleranz und Verständigung wenig gemein hat. Hans Zesewitz versuchte immerhin den Spa-gat zwischen neutralen und gewünschten Formulierungen, wie Jens Pompe anhand von des-sen Beitrag für die Betriebszeitschrift der Wanderer-Werke andeutet. Ebenfalls in Chemnitz-Siegmar beginnt eine Spur Richard Plöhns, die ihm zu einigen Spekulationen Anlass gibt.
Hartmut Schmidts Erinnerung an Adolf Stärz anlässlich dessen 30. Todestages war schon fertig, als der Herbst des Jahres 2017 mit dem Tod zweier für Karl May und/oder die Literatur Hohenstein-Ernstthals wichtiger Männer traurige Ereignisse brachte und die alte Erkenntnis unterstrich, dass jeder nicht positiv genutzte ein verlorener Tag ist. Hainer Plaul würdigt den langjährigen Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats und Redakteur der KMHI bis Nr. 22 Christian Heermann. Henry Kreul und Wolfgang Hallmann verabschieden den viel zu früh verstorbenen Schriftsteller und Abenteurer Rainer Klis.“

Karl-May-Haus Information Nr. 32

Am 27. November 2016 erschien Nummer 32 der Karl-May-Haus Information (88 Seiten, 96 Abb., 26 Faksimile) der „Karl-May-Haus Information“ für den Stückpreis von € 5,50.



Auszug aus dem Editorial des Heftes:

„Das Geburtshaus Karl Mays war schon lange vor der Zeit, als darin ein Museum eingerichtet wurde, Gegenstand der Darstellung auf Ansichtskarten, die auf vielerlei Weise auch Werbung für den Schriftsteller und seine Heimatstadt sind. Das opulente Hauptthema des neuen Heftes ist auch der Grund für seinen vorgezogenen Erscheinungstermin, denn der Ausgangspunkt für Hans-Dieter Steinmetz, sich mit dem Thema ‚Das Karl-May-Haus auf Ansichtskarten‘ näher zu beschäftigen, liegt mit der Arbeit an dem Buch ‚Karl May in Hohenstein-Ernstthal 1921-1942‘ schon mehr als zwei Jahre zurück. Hans Zesewitz gab mit der Erwähnung der ersten Ansichtskarte in Briefen von 1929 den Anstoß für eine umfangreiche Sammlung, denn aus der Recherche nach dieser ersten Karte wurde schnell die Idee zu einem eigenständigen Beitrag, je mehr Karten auftauchten. (…) Nicht nur die Herzen zahlreicher Ansichtskartensammler dürften angesichts dieser Dokumentation höher schlagen.
Anschließend kommen bei Hartmut Schmidts ‚Kartengrüßen aus Katharinaberg und Radebeul‘ auch Karl und Klara May als Adressanten zu Wort. Dem Umstand, dass damals noch viele Briefe geschrieben wurden und glücklicherweise der eine oder andere von Karl May selbst erhalten geblieben ist, verdanken wir weitere ‚Erkenntnisse zur Schenkung Karl Mays für die Hohenstein-Ernstthaler Volksbibliothek (1908)‘ (…). Jenny Florstedt erzählt, wie ‚Ein Tag in Wien‘, nämlich der 27. Februar 1898, für Karl May und seine begeisterten Leser aussah. Falk Klinnert erlebte 1991/92 als Zeitzeuge, wie Wilfried Fitzenreiter zu seinem Auftrag und Hohenstein-Ernstthal zu seinem Karl-May-Denkmal kamen. Henry Kreul berichtet über Jugendliche, die sich mit Karl May und seiner Biografie befassen und dabei erstaunliche Parallelen zu ihrem heutigen Leben finden. (…) Einen Aufruf zur Unterstützung eines aktuellen Forschungsvorhabens startet André Neubert in Sachen ‚Hohensteiner Leihbibliothek‘ (…).
Am 25. Februar 2017 ist der 175. Geburtstag Karl Mays. Wer sich an diesem denkwürdigen Tag auf den vielleicht verschneiten Weg in die Heimat des Dichters macht, dem bietet sich die einmalige Aussicht, eine durch Zeit und Ort bezaubernde und durch ihre eindringliche Handlung berührende Vorstellung zu erleben – Das Buschgespenst als Winter-Freilichttheater-Aufführung. Die Informationen zum Projekt finden Sie auf S. 84/85.“