Exponat des Monats Mai


Das Karl-May-Haus ist immer für Überraschungen gut. So auch bei seinen Werbemaßnahmen. Anlässlich der Sonderausstellung „Karl May in der DDR“ 2002 gab es Karl May auch auf einer Mini-CD-Rom zu kaufen. Für den Preis von 5 Euro konnte die CD damals erworben werden. In siebeneinhalb Minuten führt sie durch die Sonderschau in der Karl-May-Begegnungsstätte. Eine bis dato einmalige Aktion.

Exponat des Monats April

Seit 1993 ist das Karl-May-Haus in Besitz der sogenannten „Schreibmaschinenbände“.
Der Zwönitzer Heinz Thümmler tippte ab 1962 21 Karl-May-Bände mit seiner Reiseschreibmaschine „Erika“ ab, um mangels Kaufmöglichkeit in der damaligen DDR May-Literatur sein Eigen nennen zu können. Zu den in Klemmmappen aufbewahrten Raritäten gehört die abgebildete Dokumentation, die akribisch Umfang und Zeitrahmen seiner Arbeit belegt.

Weitere Informationen:
André Neubert: “Taste für Taste Karl May”. In: Karl-May-Haus Information Nummer 8, 1995.

Exponat des Monats März: Todesnachricht


Auf einem Doppelblatt schrieb Klara May (wahrscheinlich Radebeul, 1.4.1912) folgenden Brief an Max Welte:

Lieber Herr Baumeister!
Mein Heiligtum unser Karl May
ist Sonnabend Abend heimgegangen.
Mittwoch ½ 11 Uhr Abschied hier in
seinem Heim.
Außer Weber sagen Sie es vor
der Beisetzung keinem Menschen, so ist´s
im Sinne des Verstorbenen.
Ihre ergebene
Klara May.

Exponat des Monats Februar: Danksagung

Danksagung

“Die immer umfangreicher gewordene Leserkorrespondenz Karl Mays steigerte sich besonders zu seinen Geburtstagen (25. Februar). Dies veranlasste den Schriftsteller 1903 und 1906, die Grüße und Gratulationen mit einem gedruckten Text zu beantworten, der von ihm nur noch persönlich unterschrieben (und manchmal mit einigen Zusatzworten versehen) wurde. Ein erster Entwurf zur Danksagung 1903 verlor sich in Tagespolemik gegen die Presseangriffe, besonders aus dem katholischen Lager rund um den Redakteur Hermann Cardauns und den Pater Ansgar Pöllmann. May brach mitten im Text ab, der nur als Manuskript überliefert ist. Die gedruckte Fassung dagegen ist auf das Werk bezogen, vor allem auf geplante Erzählungen aus dem Orient und aus Amerika. Sie ist – ebenso wie die Danksagung von 1906 – in der gebundenen Sprache verfasst, die sich auch in zahlreichen Passagen der Alterswerke findet. Immer wiederkehrend ist die Betonung, alles Bisherige seien nur Vorstudien und Etüden zur Vorbereitung auf das ‚eigentliche Werk’, das nun erst beginnen solle.”

 
Text: “Abdahn Effendi” (Band 81 der Gesammelten Werke), Karl-May-Verlag, 2000, S. 410
Bild: Archiv Karl-May-Haus, Bestand Max Welte

Exponat des Monats Januar: Renner-Medaille

Renner-MedailleUnsere neue Rubrik Exponat des Monats stellt besondere Stücke aus der Sammlung des Karl-May-Hauses vor.

Das Exponat des Monats im Januar 2012 ist die Renner-Medaille. Aus Anlass des 75. Todestages von Karl May gab der 1927 in der ungarischen Stadt Sopron geborene Künstler Kálmán Renner 1987 diese Medaille heraus. Die aus Bronze hergestellte Medaille ist Bestandteil der im Fundus des Karl-May-Hauses aufbewahrten Plaketten- und Medaillensammlung.