Karl-May-Haus Information Nr. 37

Am 25. Februar 2022 erschien das Heft 37 (68 Seiten, 23 Abb., 37 Faksimiles) der „Karl-May-Haus Information“ für den Stückpreis von 5,50.

Auszug aus dem Editorial des Heftes:

„Zum 175. Geburtstag hatte Karl May mit dem ‚Buschgespenst‘ in Bernsdorf eine Winter-Freilichttheater-Aufführung erhalten. Zum 180. nun bekommt er ein neues Haus neben seinem nur drei schmale Fenster breiten, das viel Platz für die vielfältigen Aufgaben eines Museums – Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen, Vermitteln – bietet. Über die Form kann man wohl streiten, sie folgt der Funktion. Und wie jedes Jahr schenkt der Wissenschaftliche Beirat hiermit eine neue Ausgabe der Museumszeitschrift, die nunmehr seit 33 Jahren regelmäßig erscheint. Sie sollten sich auf Überraschungen gefasst machen!

Zunächst aber fügt Florian Schleburg der ‚Correspondenzen‘-Reihe einen Spickzettel und eine goldgerandete Visitenkarte hinzu, verbunden mit kenntnisreichen Hinweisen zum effektvollen Einsatz des Arabischen für dichterische Grüße. Der Beitrag von Jürgen Seul über den Juristen Heinrich Medem lag bereits Monate vor dem Ahr-Hochwasser vom Juli 2021 in der Redaktion vor und kann deswegen jetzt veröffentlicht werden. […]

Die Überraschungen – und die wichtigsten Beiträge dieses Heftes, weil zur unmittelbaren Biografie von Karl May – liefern Hans-Dieter Steinmetz mit ‚Am Ende des Lebens‘, in dem er die Dokumente der bislang nicht bekannten amtlichen ‚Sammelakte zum Sterbefall Karl May‘ präsentieren kann, und Hainer Plaul zu ‚Der Schwängerer soll ein Unbekan̄ter gewesen seyn‘. Dieses Zitat aus dem Geburtseintrag von Mays Vater im Ernstthaler Taufbuch hat zu verschiedenen Spekulationen angeregt, denn Beweise darüber, wer Mays Großvater väterlicherseits war, wenn nicht der Namensgeber May, gibt es nicht – nun jedoch eine neue, schlüssige Theorie. Jens Pompe geht sodann der Frage nach, weshalb Karl May, ausweislich wiederholter Erwähnungen im Werk, von einem französischen General der Napoleonischen Zeit fasziniert gewesen sein muss. Sind Sie im Besitz einer Erstausgabe der ‚Himmelsgedanken‘, blaues Ganzleinen mit Goldprägung, Goldschnitt und einer handschriftlichen Widmung Karl Mays? Dann verfolgen Sie mit Hans-Dieter Steinmetz deren Spur. Oder erfahren Sie von Jens Pompe eine weitere Parallele zwischen den beiden Karl May und seinem Werk gewidmeten Museen. Schließlich finden Sie am Ende des Heftes Empfehlungen passenden literarischen Lesestoffs für die Zeit zwischen zwei ,Karl-May-Haus Informationenʻ.“