Unser Vortrag im März

Auch im Osten der Wilde Westen
Karl May und die russische Ausdehnung in Asien
Karl May hat sich in seinem Werk immer wieder der Minderheiten, der Verachteten, Verfolgten, Geknechteten, der unterdrückten Naturvölker oder der in Folge der europäischen Expansionen gedemütigten Bewohner des Orients angenommen. Es wäre erstaunlich, wenn die russischen Eroberungen in Asien in Mays Werk keine Spuren hinterlassen hätten. Diese spielen zwar nicht die gleiche Rolle wie der Wilde Westen oder der Orient, aber er hat sie in ihren Grundzügen gekannt und vor allem die Eroberung Sibiriens als Sujet verwendet.
Der Referent und Geophysiker Dr. Eckehard Koch (Herne) war schon öfters in der Karl-May-Geburtsstadt zu Gast und war als Ministerialrat im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft tätig. Er hat zahlreiche Arbeiten über Karl May publiziert.

Zeit: 13. März 2018, 18 Uhr
Ort: Karl-May-Begegnungsstätte

Karl-May-Haus Information Nr. 33

Am 24. Februar 2018 erschien das Heft 33 (80 Seiten, 53 Abb., 45 Faksimile) der „Karl-May-Haus Information“ für den Stückpreis von € 5,50.

Auszug aus dem Editorial des Heftes:

„Den umfangreichsten Beitrag zum aktuellen Heft liefert wieder einmal Hans-Dieter Steinmetz, dem nichts weniger als die Lokalisierung einer neuen Karl-May-Stätte gelungen ist (‚Der geheimnisvolle Oberförster‘). Außerdem ergänzt er die Pollmer’sche Familiengeschichte, zeigt Karl May als begeisterten Leser eines englisch-deutschen Kulturphilosophen (Chamberlain) und dokumentiert eine weitere ‚Merhameh‘-Veröffentlichung.
Hartmut Wörner stellt uns mit dem Mainzer Oberbürgermeister Karl Emil Göttelmann wiederum einen enthusiastischen Karl-May-Leser vor, vom dem sogar handschriftliche Aufzeichnungen einer Amerikafahrt überliefert sind. Auch Oskar Neumann, dessen Bericht Jenny Florstedt ausgegraben hat, war ein engagierter Anhänger des Autors. Der Beitrag von Jürgen Seul zeigt, dass gleichzeitig Rudolf Lebius lange nach Mays Tod nicht Ruhe gegeben und mehrere Blätter mit verbotenen Texten gefüllt hat.
Zu bestimmten Zeiten hingen teilweise Freund und Feind einem Gedankengut an, das mit Toleranz und Verständigung wenig gemein hat. Hans Zesewitz versuchte immerhin den Spa-gat zwischen neutralen und gewünschten Formulierungen, wie Jens Pompe anhand von des-sen Beitrag für die Betriebszeitschrift der Wanderer-Werke andeutet. Ebenfalls in Chemnitz-Siegmar beginnt eine Spur Richard Plöhns, die ihm zu einigen Spekulationen Anlass gibt.
Hartmut Schmidts Erinnerung an Adolf Stärz anlässlich dessen 30. Todestages war schon fertig, als der Herbst des Jahres 2017 mit dem Tod zweier für Karl May und/oder die Literatur Hohenstein-Ernstthals wichtiger Männer traurige Ereignisse brachte und die alte Erkenntnis unterstrich, dass jeder nicht positiv genutzte ein verlorener Tag ist. Hainer Plaul würdigt den langjährigen Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats und Redakteur der KMHI bis Nr. 22 Christian Heermann. Henry Kreul und Wolfgang Hallmann verabschieden den viel zu früh verstorbenen Schriftsteller und Abenteurer Rainer Klis.“

“Den Schalk im Nacken” – Sonderausstellung 2018

„Den Schalk im Nacken – Heiteres um Karl May“

Karl May – der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache – ein Humorist, ein Schalk, ein Spaß-vogel, ein Schlitzohr oder, wie man heute sagen würde, ein Comedian? Haben die Abenteuer seiner Helden Platz für Komik, Narretei und Spaß? Bieten sein Leben und sein literarisches Werk fern von flachen Witzen Ansätze zum Schmunzeln und Lachen?
Diesem reizvollen Thema, bis dato zu Unrecht vernachlässigt, widmet sich die neue Sonderausstellung des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal.

Eröffnung:
Samstag, 24. Februar 2018, 15 Uhr in der Karl-May-Begegnungsstätte,
Karl-May-Straße 51, 09337 Hohenstein-Ernstthal

Die Ausstellung ist bis 2. April 2018 geöffnet.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr

Eintrittspreise: - Erwachsene 3,- € (2,- € als Gruppenermäßigung ab 10 P.)
– Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: kostenlos