Stellenausschreibung

Im Karl-May-Haus der Stadt Hohenstein-Ernstthal ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle

eines museumspädagogischen Mitarbeiters (m/w/d)

unbefristet zu besetzen.

Das Aufgabengebiet umfasst u. a.:

  • Entwicklung und Umsetzung innovativer Vermittlungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen, insbesondere digitale Formate; museumspädagogische Netzwerkpflege
  • Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen
  • Mitarbeit bei der Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Präsentationen/Ausstellungen
  • Durchführung von Museums- und Ausstellungsführungen
  • zielgruppenorientierte Betreuung von Besuchern
  • Erstellen von fachbezogenem Begleitmaterial

Das Aufgabengebiet erfordert u. a.:

  • Kenntnisse über die spezifischen Aufgaben und den Betrieb eines Museums und im Tourismusbereich
  • Teamgeist, gutes Ausdrucks- und Kommunikationsvermögen, Präsentationsgeschick, Kontaktfreudigkeit und eloquente Fähigkeiten
  • fachbezogene Aktualisierung, Pflege und Anwendung moderner Daten- und Kommunikationstechnik und IT-Infrastruktur
  • Bereitschaft zu gelegentlichem Außen- und Wochenenddienst bzw. zur Arbeit außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit
  • Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft

Erforderliche Qualifikation:

  • Erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung in einem museumsrelevanten Fach
  • einschlägige Erfahrungen und Kenntnisse in der Museumsarbeit oder in einer vergleichbaren Kulturinstitution verbunden mit einem modernen, gegenwarts-bezogenen Verständnis von Museumsarbeit und ihrer Vermittlung
  • Sie sprechen Englisch und beherrschen idealerweise eine weitere europäische Fremdsprache
  • Digitale Kompetenz

Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), Entgeltgruppe 9a bei Vorliegen der entsprechenden persönlichen Voraussetzungen.

Ihre aussagefähigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Schul- und Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Arbeitszeugnisse und dienstliche Beurteilungen etc.) richten Sie bitte bis zum 13.08.2021 an die:

Stadtverwaltung Hohenstein-Ernstthal

Sachgebiet Personalwesen

Altmarkt 41

09337 Hohenstein-Ernstthal

oder per E-Mail an:

personalwesen@hohenstein-ernstthal.de

Im Interesse der beruflichen Gleichstellung sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Menschen und diesen gleichgestellten im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) IX sind ebenfalls ausdrücklich willkommen. Ein entsprechender Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass für die Teilnahme an Vorstellungsgesprächen keine Reisekosten erstattet werden.

Bei beigefügtem, ausreichend frankierten Rückumschlag werden die Unterlagen von nicht berücksichtigten Bewerbern zurückgeschickt bzw. können nach abgeschlossenem Auswahlverfahren zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung in der Personalabteilung abgeholt werden, andernfalls werden die Unterlagen gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet.

Hinweise zum Datenschutz:

Wir weisen auf § 11 Abs. 1 des Sächsischen Datenschutzdurchführungsgesetzes hin, wonach wir zur Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten bis zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens berechtigt sind. Sie können jederzeit Auskunft über Sie betreffende Verarbeitungsvorgänge personenbezogener Daten, die Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten, die Löschung von personenbezogenen Daten oder die Einschränkung der Datenverarbeitung verlangen sowie der Verarbeitung personenbezogener Daten widersprechen. Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten nicht rechtmäßig erfolgt, können Sie sich mit Beschwerden an den Sächsischen Datenschutzbeauftragten (saechsdsb@sit.sachsen.de) oder an den Datenschutzbeauftragten der Stadtverwaltung Hohenstein-Ernstthal (datenschutz@hohenstein-ernstthal.de) wenden.

Lars Kluge

Oberbürgermeister

Online-Vortrag

In einem Online-Vortrag des Karl-May-Hauses beleuchtet der wissenschaftliche Direktor des Radebeuler Karl-May-Museums Robin Leipold das Woher und schwerpunktmäßig das Wohin der befreundeten Karl-May-Stätte. Am Dienstag, den 22. Juni 2021 ab 18 Uhr spricht er zum Thema „Karl-May-Museum reloaded“.

Der Vortrag dauert 1 Stunde. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Anmeldung zum Online-Vortrag ist bis zum 20. Juni 2021 möglich unter E-Mail: karl-may-haus@hohenstein-ernstthal.de.
Einen Zugangslink erhalten die Interessenten am 21. Juni 2021.

Karl-May-Haus Information Nr. 36

Am 25. Februar 2021 erschien das Heft 36 (80 Seiten, 38 Abb., 31 Faksimile) der „Karl-May-Haus Information“ für den Stückpreis von 5,50.

Auszug aus dem Editorial des Heftes:

„Auch und gerade im Jahr 2020 – das Karl-May-Haus ist geschlossen und der Rest der Welt gefühlt ebenso – wird viel geschrieben und gelesen. Wie könnte es auch anders sein. Ich will also ohne lange Vorrede einfach vorstellen, was die neue ,Karl-May-Haus Informationʻ Ihnen zu bieten hat:

Jenny Florstedt, Hartmut Schmidt und Florian Schleburg setzen die bunte Reihe der ‚Correspondenzen des Dr. May‘ fort. Zwei der Schreiben an May dokumentieren, dass immer wieder Leser sich und dem Autor Fragen stellten, die uns auch heute noch bei der Lektüre seiner Werke beschäftigen: zur gesundheitlichen Konstitution Mays, zu naturwissenschaftlichen Hintergründen geschilderter Vorgänge, zur Chronologie der Ereignisse oder zu seinen fabelhaften Sprachkenntnissen. May konnte froh sein, wenn jugendliche Verehrer wie 1895 Hermann Stadlinger ihm schrieben, aber manchmal verdarben ihm sicher auch einigermaßen unverblümte Angebote wie das des Kaufmanns Paul Werner 1909 den Tag. Außerdem sehen wir May als fleißigen Postkartenschreiber – auch an sich selbst.

Besonders empfehlen möchte die Redaktion die beiden Beiträge von Hainer Plaul, der zunächst die Fakten zu Mays Aufenthalt 1869 in Jöhstadt hinterfragt und neu sortiert. Ganz erstaunlich ist aber, was er zur Familie Dietrich, insbesondere der weitgehend alleinerziehenden Frau Louise und deren überaus erfolgreichen Kindern herausgefunden hat. Karl May erscheint hier in keinem guten Licht. Wer hätte gedacht, dass die von ihm so Geschmähte eng mit der Geschichte der Frauenbewegung in Verbindung stand und ihre Tochter eine der ersten Ärztinnen in Sachsen war!

Hans-Dieter Steinmetz stellt die ,Neisser Zeitungʻ aus Schlesien und deren langjährige kritische Berichterstattung über May und seine Prozesse vor. Dass der Autor einige Patenkinder hatte, ist bekannt, aber ungewöhnlich ist dessen persönliche Verzeichnung in einem Taufbuch. Das Spannendste am Nachtrag zur Karl-May-Bibliographie der DDR ist weniger das Erscheinen des letzten Buches nach dem Ende des Landes, sondern vielmehr der lange Weg bis dorthin. […]

Neben biografischen Themen interessiert uns immer auch Regionales, und so bildet einen weiteren Schwerpunkt des Heftes die Stadt Hohenstein-Ernstthal. Erstmals veröffentlicht werden kann hier ein Artikel über die berüchtigte ‚Lügenschmiede‘ von Hans Zesewitz, der bereits in den 1930er Jahren Erinnerungsstätten an Karl May in seiner Heimatstadt erkundete. Einen ähnlichen Blick hatten später viele Besucher, so dass wir mit einer Serie seltener Fotos die lokalen Ansichten ergänzen können.“